Morpheus Schritt für Schritt Anleitung

Diese Anleitung bietet eine Übersicht, was alles mit Morpheus möglich ist. Je nach Therapieform (DBT, DBT-PTBS, PE, NET, etc.) sind für Sie verschiedene Funktionen von Morpheus wichtiger als andere. Wenn sie Fragen zur Nutzung haben, freuen wir uns Ihnen weiterhelfen zu dürfen.

1. Benutzerkonto anlegen / Einloggen

Erstbenutzung: Geben Sie Ihre Emailadresse ein, tippen Sie auf [Registrieren] und geben Sie zweimal ein von Ihnen ausgedachtes Passwort mit mindestens sechs Zeichen und/oder Ziffern ein. Lesen Sie sich die Nutzungsbestimmungen durch und stimmen ihnen zu. Bestätigen Sie mit [Registrieren].

Wiederholte Benutzung: Geben Sie Ihre Emailadresse und Ihr Passwort ein und tippen Sie auf [Login].

Ihre Daten sind auf Ihrem Gerät gespeichert und mit einem Benutzerkonto geschützt, falls Ihr Gerät in falsche Hände gerät. Die Benutzerkontodaten sind auf unserem Server gespeichert, damit Sie Ihr Passwort zurücksetzen können, falls Sie es mal vergessen. Damit verlieren Sie den Zugang zu Ihren Daten nicht. Auf unserem Server ist keine Verbindung zwischen Ihrem Benutzerkonto und Ihren Eingaben. So kann niemand außer Ihnen wissen, was Sie im Therapieverlauf eingegeben haben, es sei denn Sie möchten diese Daten an Ihren Therapeuten senden.

2. Aufnahme machen

Aufnahme während der Therapiesitzung: Tippen Sie auf [+] und wählen [Sitzung Aufnehmen], die Aufnahme startet sofort. Beenden oder pausieren Sie die Aufnahme durch tippen auf den Stopbutton. Sie können nun die Aufnahme [speichern und beenden], die [Aufnahme verwerfen] oder die Aufnahme [fortsetzen].

Falls Sie bereits Therapiesitzungen außerhalb von Morpheus aufgenommen haben, können Sie diese importieren. Wählen Sie dazu im Sitzungsscreen [Importiere Sitzung] und folgen Sie dem Systemdialog, um die Aufahmen von Ihrem Gerät auszuwählen. 

Aufnahmen oder importierte Aufnahmen werden im Sitzungsscreen angezeigt. Sie sehen welche Aufnahmen Sie bereits schon oder noch nicht angehört haben, oder welche Aufnahmen Sie noch zu Ende hören müssen, bevor Sie neue Expositionen starten können.

3. Exposition durchführen

Tippen Sie im Sitzungsscreen auf den Playbutton einer Aufnahme. Daraufhin wird die Exposition gestartet.

Bevor die Wiedergabe der Aufnahme der Therapiesitzung startet, werden Sie um eine Selbsteinschätzung Ihres emotionalen und dissoziativen Zustands hinsichtlich Ihres Traumas gebeten. Wählen Sie auf dem Schieber von 0 (gar nicht) bis 100 (sehr stark) wie sehr die Emotion oder der dissoziative Zustand bei Ihnen im Moment zutrifft.

Nach der Selbsteinschätzung startet die Exposition. Je öfter Sie eine Exposition durchführen ohne zu dissoziieren, desto besser ist der Lerneffekt und Sie können in der Therapie größere Fortschritte machen. Sie können die Exposition jederzeit durch den Pausebutton pausieren oder unterbrechen und später wieder fortsetzen. Sollten die dissoziativen Effekte für Sie während der Exposition zu groß sein, können Sie während der Exposition jederzeit einen digitalen Anti-Dissoziations-Skill starten.

Sie werden jede Minute gefragt, wie stark die dissoziativen Effekte für Sie sind. Den Zeitabstand können Sie unter [Einstellungen] im Hauptmenü ändern. Wenn Sie eine Angabe größer oder gleich 70 machen, wird Ihnen ein digitaler Anti-Dissoziations-Skill vorgeschlagen. Sie können ihn spielen oder mit der Exposition fortfahren. Wenn Ihre Dissoziation so stark ist, dass Sie bei dieser Abfrage nicht reagieren, wird Morpheus einen Alarm auslösen, um Ihre Dissoziation zu durchbrechen und wieder zurück in die Realität zu führen.

Nach der Exposition werden Sie wieder um eine Selbsteinschätzung Ihres emotionalen und dissoziativen Zustands gebeten. Dadurch können Sie in der Statistik sehen, wie Sie sich im Verlauf der Therapie entwickeln.

4. Digitalen Anti-Dissoziations-Skill spielen

Die Skills helfen die Lernkurve zu erhöhen. Sie passen ihre Schwierigkeit Ihrer Tagesform an, damit werden Sie nicht unter- oder überfordert und die Exposition wird effektiver. Jeder Skill ist unterschiedlich und fordert eher auditive, visuelle, logische oder Bewegungs-Fähigkeiten, siehe Abbildung X.

Abbildung 1:  Zuordnung der 15 anti-dissoziativen Skills auf den vier ausgewählten Wahrnehmungsbereichen.